, Girardet Daniel
Matchbericht eines Teilnehmers an der IPSC SM 2024
Die IPSC Schweizermeisterschaft 2024 mit rund 300 Teilnehmern ist vorüber und ich durfte den Anlass sowohl als Schütze als auch als Helfer miterleben.
Der Wettkampf wurde auf der Anlage Widstud in Bülach als Level-3 Anlass durchgeführt und umfasste 12 Stages mit 230 Patronen, die in einem halben Tag geschossen wurden.
Es wurde von Freitag bis Sonntag in bis zu drei Schichten geschossen und damit konnte ein Wettkampf für über 300 Schützen angeboten werden, was auch sehr gut ankam, denn es hatten sich total 319 Schützen aus mehreren Ländern in den Divisions Production, Prod. Optics, Classic, Standard, Open sowie Revolver angemeldet.
Es wurde von Freitag bis Sonntag in bis zu drei Schichten geschossen und damit konnte ein Wettkampf für über 300 Schützen angeboten werden, was auch sehr gut ankam, denn es hatten sich total 319 Schützen aus mehreren Ländern in den Divisions Production, Prod. Optics, Classic, Standard, Open sowie Revolver angemeldet.
Der Anlass war super organisiert und die Organisatoren, Schiedsrichter (ROs) sowie Helfer haben alles gegeben, um einen tollen Wettkampf abzuliefern.
Ich selber war sowohl als Schütze am Freitag nachmittag sowie als Helfer am Samstag & Sonntag im Einsatz.
Meine Eindrücke als Schütze:
Unsere Squad, bestehend aus 5 Personen hat auf Stage 1 & 2 begonnen und gleich zu Beginn haben sich die Aussagen der Schützen vom Vormittag bestätigt; viele - sehr viele Scheiben waren mit fiesen Hard-Cover Elementen, sowohl seitlich als auch senkrecht mitten durch die A-Zone im Einsatz und dies sollte mich - und noch viele andere Schützen Punkte kosten, denn vor allem die "Iron-Sight" Schützen, waren gegenüber den Rotpunkt Schpützen im Nachteil, denn es war teilweise schlicht nicht möglich, die Treffer zu sehen und somit landeten viele Einschläge in der schwarzen und somit Miss-Zone. Interessant war es auch zu beobachten, dass viele Schützen vor allem auf Ziele in kurzer Distanz bei Treffern in die mittige Hard-Cover Zone nachgeschossen haben - und erneut ins Hard-Cover (siehe zweites Bild)... ;-)
Aber was will man machen, wenn man im Training permanent schnelle Treffer in die Alpha-Zone trainiert und diese dann im Wettkampf durch die vertikale Hard-Cover Zone praktisch verdeckt ist... Das Muskel-Gedächtnis kann man nicht auf die schnelle umspannen...
Die Stages waren jedoch alle spannend und fordernd aufgebaut, der Platz der Bays wurde gut genutzt und die jeweils zwei Stages in einer Bay wurde durch einen kleinen Umbau sehr schnell ausgeführt, die Schützen hatten so praktisch keine Wartezeiten zwischen den Stages, da hat ein erfahrener Designer seine Aufgabe gut gelöst.
Nun muss man nur noch seine Vorliebe für Hard-Covers etwas aufweichen, dann ist alles super :-)
Nun muss man nur noch seine Vorliebe für Hard-Covers etwas aufweichen, dann ist alles super :-)
Wie lief es für mich am Freitag als Schützen ?
Die Anmeldung für Freitag nachmittag kam mir persönlich entgegen, denn ich bin nicht wirklich der Morgen-Mensch und um 7:30 Uhr bereits eine sportliche Höchstleistung abzurufen gelingt mir nur selten, darum kam mir der Start um 13 Uhr wirklich entgegen. Die ersten zwei Stagen begannen gut für mich, was ich aber leider danach nicht weiterziehen konnte, da kamen mir dann doch einige Hard-Covers dazwischen.
Trotz zwei missglückter Stages hat es schlussendlich doch für den 3. Rang Senior in der Regionenwertung der Production Division gereicht und die Redback lief ohne eine einzige Störung durch, am Material hat es also nicht gelegen
. Alles in allem war es bis auf die zwei Stages ein solider Wettkampf für mich und ich kann sehr zufrieden sein.
Nach dem Wettkampf ist vor dem Helfen:
Wettkämpfe leben von Schützen, aber eben auch von Helfern, denn es ist viel Arbeit, bis die Stages stehen und diese müssen dann auch noch über mehrere Tage betrieben werden - geschweige denn vom Rechnungs-Büro und all den anderen Helfern im Hintergrund, denn irgendetwas passiert ja immer bei 300 Wettkampfschützen.
Mein Grundsatz ist, wenn eine Gruppe schon einen solchen Level-3 Wettkampf - die IPSC Schweizermeisterschaft notabene - organisiert, sollte man dies auch unterstützen und darum hatte ich mich bereits im Vorfeld von Stephanie für einige Arbeits-Schichten einteilen lassen.
Mein Grundsatz ist, wenn eine Gruppe schon einen solchen Level-3 Wettkampf - die IPSC Schweizermeisterschaft notabene - organisiert, sollte man dies auch unterstützen und darum hatte ich mich bereits im Vorfeld von Stephanie für einige Arbeits-Schichten einteilen lassen.
Am Samstag und Sonntag war ich dann als Helfer auf verschiedenen Stages mit tollen Helfern und ROs im Einsatz und habe dabei knapp 50k Schritte zurückgelegt was zeigt, das nicht nur die Schützen, sondern auch alle Helfer an so einem Wettkampf eine intensive Zeit erleben.
Schusslöcher nach dem Werten kleben, mobile Ziele wie Schwinger/Up-Down reseten, aber auch Stages pfeifen und Treffer selber aufnehmen gehörte zum den Arbeiten die ich in den zwei Tagen mit den Kollegen auf der Stage durchführte und obwohl es harte, konzentrierte Arbeit im Team bedingt, war die Stimmung immer gut und die Atmosphere mit den Kollegen angenehm.
Die Schützen waren auch sehr gut drauf, was den Wettkampf spannend und sportlich interessant macht - so macht es Spass !
Die Schützen waren auch sehr gut drauf, was den Wettkampf spannend und sportlich interessant macht - so macht es Spass !
Das Leistungs-Niveau des Wettkampfs war hoch und es war wirklich beeindruckend den Top-Schützen bei ihrer Arbeit zusehen zu dürfen und es war spannend, wie die verschiedenen Schützen die Stages angegangen sind, man hat sehr interessante Varianten sehen können.
Das schöne ist aber auch dass die IPSC Wettkampf-Szene inkl. der Schweizermeisterschaft offen ist, im Prinzip kann sich jeder Schütze mit einer IPSC Lizenz anmelden und darum konnte man alles sehen, Teilnehmer von zügig bis superschnell - aber alle sicher unterwegs und ihr bestes gebend und es gab von über 300 Teilnehmern nur 2 Disqualifizionen - somit eine Quote von < 1%, das zeugt von einer guten Arbeit in den Vereinen.
Der jüngste Teilnehmer war knapp 15 Jahre alt, der älteste über 70 Jahre jung, aber alle verbindet ihre Leidenschaft für den dynamischen Schiesssport.
Und jeder, der hier vorne mitmischt hat ein sportlich tolles Niveau und auch mental abgeliefert, respekt.
Ein herzliches Dankeschön und "Chapeau" an alle Helfer, Organisatoren, ROs, sowie Sponsoren, es war ein toller und sehr gut organisierter Wettkampf !
Herzliche Gratulation an alle Gewinner und neuen Schweizermeister 2024 !!
Wir sehen uns im 2025 wieder - ich werde sicherlich wieder dabei sein !